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Gewürze sind etwas Wunderbares! Sie geben nicht nur jedem Gericht eine besondere, unverwechselbare Note, sie sind zudem auch sehr gesund, ja sie werden sogar in der Medizin eingesetzt. Und spätestens seit Alfred Schuhbeck wissen wir, dass Ingwer und Knoblauch, die „zwei Spezl“, einfach unglaublich gesund sind, insbesondere im Zusammenspiel!

In Indien gelten Gewürze als magisch und heilsam, besonders auch bei seelischen Verstimmungen. Um der Heilkraft von Gewürzen zu vertrauen, muss man aber nicht an Magie glauben. Sowohl jahrtausendealte Tradition als auch neuere Forschungen belegen, dass die duftenden und wohlschmeckenden Substanzen sowohl den Sinnen als auch unserer Seele gut tun. Und das merkt man auch selber.

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Ich mag indisches Essen unglaublich gerne, jedoch war die erste Begegnung damit keine Liebe auf den ersten Blick! Es war in einem Curry-House in London, als ich glaubte, dass mein Mund Feuer gefangen hatte. Was ich damals noch nicht wusste ist, dass die Engländer bekannt sind für ihre Vorliebe für scharfe Curries! Doch bereits beim zweiten Anlauf, der nicht mehr ganz so scharf ausfiel, begann meine Liebe zum indischen Essen.

Zum Kennenlernen ist das heutige Gericht ideal. Mit der Schärfe kann man nach eigenen Vorlieben variieren, ggf. einfach weniger (scharfe) Chilies verwenden. Die Kombination der verschiedenen Zutaten ist wunderbar aufeinander abgestimmt und das Ergebnis kommt unserem europäischen Gaumen entgegen. Ganz hervorragend passt dazu auch ein indischer Kreuzkümmel-Reis (Jeera Rice).

Ein früherer Kollege und Freund meines Mannes hat es uns kredenzt, als wir ihn mal „down under“ besucht haben. Damals war Edwin noch Junggeselle und ich hätte ihm gar nicht zugetraut, dass er so gut kochen kann! Aber das, was er uns an diesem Abend aufgetischt hatte, konnte sich wirklich sehen bzw. schmecken lassen. Und weil ich dieses Gericht vorher noch nicht gegessen hatte und es mir so sehr gut geschmeckt hat, habe ich ihn um das Rezept gebeten – und es auch bekommen.

Inzwischen ist Edwin verheiratet, hat zwei Kinder und ich weiß nicht, ob er noch immer in der Küche steht, oder ob das nun seine Frau übernommen hat. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass auch heute noch Butter Chicken in Edwins Haushalt gekocht wird. Wäre ja auch wirklich schade, wenn nicht!

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Rezept für die Butter Chicken / Murgh Makhani

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Butter Chicken / Murgh Makhani

Vorbereitung40 Min.
Zubereitung20 Min.
Zeit Gesamt1 Std.
Für 4

Zutaten

  • 800 g Hähnchenbrustfilet

Für die Marinade

  • 500 g Vollmilchjoghurt
  • 2 TL Salz
  • 2 EL Ingwer fein geschnitten
  • 2 Zehen Knoblauch zerdrückt

Für die Soße

  • 2 kl. Dosen Tomatenmark
  • 600 ml Sahne
  • 100 g Butter

Gewürze Teil 1

  • 2 Lorbeerblätter
  • 12 Kardamomkapseln leicht angedrückt
  • 1/2 Zimtstange
  • 12 Nelken ganz

Gewürze Teil 2

  • 2-3 Stück grüne Chilis alternativ rote
  • 1 EL Kreuzkümmelsamen geröstet
  • 2 TL Garam Masala

Zum Schluss

  • 1/2 Tasse gemahlene Mandeln
  • 1 EL Kreuzkümmelsamen geröstet
  • 2 EL Korianderblätter gehackt

Anleitung

  • Hähnchenbrustfilets in 2 cm große Stücke schneiden. In der Marinade einige Stunden oder über Nacht marinieren.
  • Ofen auf 180 °C vorheizen. Fleisch mit der Marinade auf dem geölten Backblech ausbreiten und ca. 10 Min. braten. Es darf nicht trocken werden! Warm stellen.
  • 2 EL Kreuzkümmelsamen trocken in der Pfanne rösten. Wenn sie anfangen zu duften, vom Herd nehmen und im Mörser zerreiben. 1 EL davon beiseite stellen.
  • Für die Soße Tomatenmark und Sahne mischen.
  • In einer großen Pfanne Butter schmelzen, die Gewürze (Teil 1) ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze darin rösten, anschließend wieder entfernen.
  • Chilis entkernen, fein hacken und in die Butter geben. 1 EL gemörserten Kreuzkümmel und Garam Masala sowie das Sahne-Tomatenmark darunter rühren.
  • Die Hähnchenstücke mit den Joghurt (das ausgetretene Wasser nicht verwenden) und die gemahlenen Mandeln nun in die Sauce geben, alles vorsichtig vermengen und einige Minuten gut durchziehen lassen.
  • Mit dem restlichen Kreuzkümmel und den gehackten Korianderblättern bestreut servieren. 

Tipp

Dazu passen Basmati-Reis, Jeera-Rice, Naan oder Roti (indisches Fladenbrot).
Ich wünsche dir gutes Gelingen beim Nachkochen!
Signatur_Maria

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