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Im Moment ist bei uns grade mal Schluss mit dem heißem Vorsommer-Wetter. Seit gestern Abend regnet es und die Temperaturen bewegen sich grade mal so um die 10-Grad-Marke.

Was soll’s, der Natur tut’s gut und wir haben die Gelegenheit, es uns daheim mal wieder so richtig gemütlich zu machen. Dazu gehört natürlich auch warmes, gutes, seelenwärmendes Essen. Da fällt mir doch gleich der Kaiserschmarrn ein, den ich schon als Kind so gerne gegessen habe. Es gibt natürlich unzählig viele Rezepte dafür und ich habe auch diverse Varianten ausprobiert. Aber so richtig happy bin ich erst, seitdem ich dieses Rezept gefunden habe. Das ist schon Jahre her, aber seither bin ich dabei geblieben, denn für mich ist es der perfekte Kaiserschmarrn.

Das Rezept für den Kaiserschmarrn stammt – natürlich! – aus Österreich. Man sagt, dass dem Kaiser Franz Joseph I. (das war der Gatte der unglücklichen Sissi) diese Süßspeise so gut gemundet haben soll, dass man ihm (dem Schmarrn) den royalen Namen verpasst hat. Es gibt auch andere Varianten der mutmaßlichen Namensfindung, aber das ist eigentlich egal. Wichtig ist doch, wie er schmeckt. Aber eine echte Gaumenfreude ist er nur, wenn er gut zubereitet ist, also nicht zu fett, nicht zu süß und schön fluffig! Und da wären wir auch schon beim wichtigsten Punkt: man kann jede noch so leckere Speise versauen – oh, hab ich das grad gesagt? – wenn man sie falsch zubereitet!

Am allerschlimmsten ist es natürlich, den Teig fertig aus der Tube zu kaufen. Und das ist auch gar nicht nötig, denn er ist ganz einfach und schnell selbst gemacht und der Geschmack ist dann garantiert um Längen besser.

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Der royale Schmarrn sollte auf jeden Fall in der Pfanne in reichlich Butter und nicht im Ofen backen. Aber das ist gerade der kritische Punkt: es ist natürlich viel einfacher, eine größere Menge davon im Backofen fertig zu backen, als sie in der Pfanne zuzubereiten. Evtl. muss man ihn dann portionsweise in der Pfanne backen und im Backofen warm halten, bis der Rest ebenfalls fertig ist. Aber ich finde, dass der Schmarrn nur aus der Pfanne so richtig gut ist. Und noch etwas: ich schlage KEINEN Eischnee!! Waaas? Aber das ist doch unbedingt notwendig, meinst du? Nein, ist es nicht! Denn durch die vielen Eier wird er auch so ganz locker. Probiere es aus.

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Das Rezept ist total simpel: Eier, Mehl, bisserl Salz und Milch, die Rosinen lasse ich weg, kann man aber, wenn man mag, natürlich hinzufügen. Zucker lasse ich ebenfalls weg, die Süße kommt mit dem Puderzucker (bzw. Staubzucker wie die Österreicher sagen), am Schluss. Und in die Pfanne muss gut Butter rein mit ein wenig neutralem Öl. Ich finde, diese Kombination schmeckt noch besser als mit Butterschmalz.

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Klassisch serviert man dazu einen Zwetschgenröster, das Rezept habe ich  HIER  gepostet.  Apfelkompott passt ebenfalls sehr gut dazu. Weil wir aber noch im Frühsommer sind, haben wir kurzerhand Erdbeeren dazu gegessen. Und was soll ich sagen? Einfach super hat es geschmeckt.

Rezept für den perfekten Kaiserschmarrn

5 von 1 Bewertung
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Der perfekte Kaiserschmarrn
Zubereitung
10 Min.
Koch-/Backzeit
15 Min.
Zeit Gesamt
25 Min.
 
Portionen: 4 Personen
Zutaten
Für den Teig
  • 4 Eier
  • 1/2 TL Salz
  • 125 g Mehl
  • 300 ml Vollmilch
Für die Pfanne
  • 1 TL neutrales Öl
  • 40 g Butter
Zum Servieren
  • Puderzucker zum Bestreuen
Anleitung
  1. Eier mit Salz schaumig schlagen, Mehl zugeben und abwechselnd mit der Milch zu einem glatten Teig verrühren. 15 Min. ruhen lassen.

  2. In einer großen Pfanne ein paar Tropfen Öl und gut die Hälfte der Butter bei mittlerer Hitze schmelzen lassen.  Nun den gesamten Teig! in die Pfanne geben.

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  3. Bei mittlerer Hitze den Teig anbacken, dabei mehrmals mit dem Pfannenwender die Teigplatte anheben, damit der flüssige Teig von der Oberfläche nach unten laufen kann. Es bilden sich dadurch Teigschichten.

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  4. Wenn die Oberfläche nicht mehr flüssig ist, die Teigplatte umdrehen, das geht jetzt auch gefahrlos, weil nichts mehr spritzt. Restliche Butter unter den Teig laufen lassen und langsam weiter backen. Wenn auch die Unterseite Farbe angenommen hat, mit einem Pfannenwender die Teigplatte in kleine Stücke zerreißen und fertig backen.

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  5. Auf vorgewärmte Teller geben und reichlich Puderzucker drüber stäuben.

  6. Mit Zwetschgenröster, Apfelkompott oder Früchten servieren.

Bemerkung

Die Menge ist ausreichend für ein sättigendes Dessert für 4 Personen oder - evtl. mit einer Suppe vorweg - ein süßes Hauptgericht für 2 Personen. 

Ich wünsche dir gutes Gelingen beim Zubereiten!

Signatur_Maria

 Magst du auch so gerne Süßspeisen? Erzähl mir doch, wie euch der Kaiserschmarrn geschmeckt hat.

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