Hefegebäck, das man einfach so aus der Hand essen kann, ist etwas Wunderbares. Es eignet sich auch hervorragend dafür, um es am Frühstückstisch in den Milchkaffee zu tunken bevor es genussvoll in den Mund wandert. Ich liebe das! Aber um jetzt auf Ostern zu kommen: ein selbst gebackener Osterfladen ist nicht nur ein ganz besonderer Genuss, als high-light auf der Ostertafel macht er sich ebenso prächtig. Sicher kann man ihn auch kaufen, in den Bäckereien, Konditoreien und auch im Supermarkt liegt er in Folie abgepackt da und wartet auf Kunden.

03 - Osterfladen-3.jpg

Doch was für ein Unterschied ist es doch, wenn man das mit viel Liebe und Geduld selbst vorbereitete, geknetete und dann gebackene aromatische Hefegebäck aus dem Ofen zieht und dabei die Küche, ja die ganze Wohnung, verführerisch duftet! Ob mit oder ohne Rosinen, das entscheidet die eigene Vorliebe bzw. die der Familienmitglieder. Ich selbst mag eigentlich keine Rosinen, ob Kaiserschmarrn oder Apfelstrudel, die bleiben immer draußen. Doch beim Osterfladen ist es anders, da schmecken sie mir und gehören einfach dazu, doch natürlich kann man sie auch weglassen, ebenso wie das Orangeat.

03 - Osterfladen-2.jpg

Beim Osterfladen habe ich zwei Arten von Mehl verwendet: helles Weizenmehl und das doppelgriffige Wiener Grießler, wodurch der Teig besonders elastisch und locker wird. Bevor er in den Ofen geschoben wurde, habe ich die Hefe-Kugel mit Eigelb bestrichen. Man kann aber auch nur flüssige Butter verwenden, dann wird das Gebäck nicht ganz so braun an der Oberfläche.

Sehr gut schmeckt es, den fertigen Osterfladen mit erwärmter Aprikosenkonfitüre und anschließend mit Puderzuckerglasur zu bestreichen, die mit etwas Limettensaft angerührt wurde. Die süß-säuerlich-saftige Note der Glasur ist ein herrliches Finish für das köstliche Hefegebäck.

03 - Osterfladen-4.jpg03 - Osterfladen-1.jpg03 - Osterfladen-5.jpg

Rezept für den herrlich aromatischen, lockeren Osterfladen

5 von 1 Bewertung
03 - Osterfladen-2.jpg
Aromatischer, lockerer Osterfladen


Zutaten
Für den Teig
  • 120 g Butter
  • 75 g Rosinen (optional)
  • 50 g Orangeat, fein gewürfelt (optional)
  • 3 EL Rum (optional)
  • 250 g helles Weizenmehl
  • 250 g Wiener Grießler (doppelgriffiges Weizenmehl)
  • 1 Würfel frische Hefe (42 g)
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 200 ml Milch lauwarm
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei, ganz
  • 1 Eigelb
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Schale einer geriebenen Bio-Zitrone
Zum Bestreichen
  • 1 Eigelb oder 2 EL flüssige Butter (optional)
Für die Glasur
  • 100 g Aprikosenkonfitüre erwärmt
  • 75 g Puderzucker gesiebt
  • 1/2 Limette, Saft davon
Finish
  • 20 g geröstete blättrige Mandeln (optional)
Anleitung
  1. Butter schmelzen und abkühlen lassen. 
    Wenn man mag, jetzt Rosinen und das feingeschnittene Orangeat in 3 EL Rum einweichen.
    Milch erwärmen.

  2. Die beiden Mehlsorten in einer Schüssel mischen. In die Mitte eine Vertiefung drücken. In die Mulde die Hefe bröckeln, 50 g Zucker dazugeben und mit der lauwarmen Milch und etwas Mehl zu einem Vorteig verrühren. Diesen zugedeckt an einem warmen Ort ca. 15 Minuten gehen lassen, (oder etwas länger, bis der Teig aufgegangen ist).

  3. Ei, Eigelb, Butter, 50 g Zucker, Salz und Zitronenabrieb zugeben, kurz vermengen, dann auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem glatten, glänzenden Teig kneten (oder dies die Küchenmaschine erledigen lassen). Es entsteht ein mittelfester Hefeteig. In einer bemehlten Schüssel zugedeckt weitere ca. 45 Min. gehen lassen, bis der Teig etwa das doppelte Volumen erreicht hat.

  4. Falls gewünscht, nun die eingeweichten und gut abgetropften Rosinen sowie das Orangeat auf der bemehlten Arbeitsfläche mit der Hand einarbeiten. Eine Kugel formen und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Nochmals 30 Min. zugedeckt gehen lassen.

  5. Anschließend den Teig kreuzförmig leicht einschneiden und mit dem verquirlten Eigelb oder der flüssigen Butter bestreichen.

  6. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 50 Min. backen. Wenn die Kruste hellbraun ist, aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen.

  7. Während dessen die Glasur vorbereiten. Dazu die Aprikosenkonfitüre erwärmen (sollten Klümpchen entstehen, diese mit dem Pürierstab pürieren), mit dem Pinsel auf den Fladen aufbringen.

  8. Gesiebten Puderzucker mit dem Saft einer halben Limette (oder Zitrone) klümpchenfrei verrühren, ca. 1 EL Wasser dazu geben, bis die Konsistenz passt und den Fladen damit bestreichen. Nach Belieben mit den blättrigen Mandeln bestreuen.

Ich wünsche dir gutes Gelingen beim Nachbacken!

Signatur_Maria

Ist dir der Osterfladen gelungen? Kennst du ein anderes Rezept?
Über deinen Kommentar freue ich mich 🙂

2 comments on “Herrlich aromatischer, lockerer Osterfladen”

  1. Osterfladen – soooo lecker!
    Der traditionelle Fladen gehört zu Ostern auf den Frühstückstisch. Der Osterfladen von Dir hat sehr, sehr gut geschmeckt und ist in jedem Fall ein schmackhafter Schlusspunkt – oder sollte ich sagen – Startpunkt für das Ende der Fastenzeit.
    Da freut man sich schon auf das nächste Ostern!
    Viele liebe Grüße
    Marcus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.