Küche aufräumen

Wer weiß, wo was steht, vergeudet weniger Zeit. Deshalb gehören übervolle Küchenregale gnadenlos entrümpelt – das spart Zeit und Nerven. Wer selten benutzte Geräte und wenig benutzte Zutaten in entlegenen Schränken unterbringt, hat neben dem Herd bequem Platz für Salz, Pfeffer, Öl und Kochlöffel.

Zutaten bereitstellen

Vor dem Kochen sollten alle Zutaten und Gerätschaften bereit stehen. Das spart nicht nur Zeit, sondern verhindert auch Küchen-Katastrophen. Auch Profiköche schwören übrigens auf diese Methode!

Leiste Dir gute Messer!

Investiere in ein oder zwei sehr gute Messer! Es zahlt sich wirklich aus. Die sind zwar einmal teuer in der Anschaffung, aber man hat sie ein Leben lang. Ich habe meine Messer vor über 20 Jahren gekauft, benutze sie täglich und sie sind noch gut wie am ersten Tag. Die billige Fraktion habe ich schon lange entsorgt. Und selbstverständlich kommen sie nicht in die Spülmaschine, denn das würde ihnen auf Dauer echt schaden.

Multitasking mit System betreiben

Wenn man vor dem Kochen das Rezept von Anfang bis Ende durchliest und jederzeit weiß, was als Nächstes zu tun ist, spart man nicht nur Zeit, sondern vermeidet auch ärgerliche Fehler.
Wer das Rezept gut kennt, kann Wartezeiten sinnvoll nutzen. Während der Hefeteig für die Pizza geht, kann man den Belag vorbereiten. Bis das Nudelwasser kocht, kann man die Soße zubereiten. Und während das Essen auf dem Herd oder im Ofen gart, kann man schon mal die Küche aufräumen, denn das, das einem das Selber-Kochen verleiden kann, ist ja, dass man hinterher, wenn der Bauch voll ist und man eigentlich zufrieden und glücklich und träge ist, noch das Chaos in der Küche beseitigen muss. Und wer hat dazu schon Lust!!

Kochen fängt beim Einkaufen an!
Um schnell mal was zu kochen zu können,
ohne vorher erst einkaufen zu müssen, braucht man Vorräte.

Folgende Vorräte sollten immer vorhanden sein:

In Speisekammer oder Vorratsschrank:

Zucker, Puderzucker, Salz, Pfeffer, Mehl, verschiedene Reis- und Nudel-Sorten, Hülsenfrüchte, Nüsse oder Mandeln, Kakao, diverse Gewürze mit denen man regelmäßig kocht, Tomatenmark und Dosentomaten, ggf. Sojasoße, Senf, Ketchup, Essiggurken, Olivenöl und neutrales Öl zum Kochen, verschiedener Essig, H-Milch und Brotaufstriche wie Marmelade und Honig, ggf. Müsli, je nachdem was man gerne mag. Außerdem noch Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch. Weiterhin Obst nach Geschmack, wie z. B. Orangen und Äpfel.

Im Kühlschrank:

Butter, Eier Sahne, Sauerrahm (der hält übrigens viel länger, als das Ablaufdatum sagt), Frischkäse, Parmesan, etwas Salat (am besten gewaschen, trocken geschleudert und im Plastikbeutel verpackt, so hält er ein paar Tage), Salatgurke, Zitronen und gut lagerfähiges Gemüse.

Im Tiefkühler:

Ein Notvorrat an Butter und (Toast-)Brot, Brathähnchen, Erbsen, Himbeeren und/oder Beerengemisch, Fischfilets, Schweinefilets, Hackfleisch, Rindersteaks.
Übrig gebliebene Speisen wie z. B. Gulasch oder Soße Bolognese lassen sich hervorragend einfrieren, ebenso fertige Suppen und Fonds. Jeweils in einen Plastikbeutel gießen und beschriften.
Ich habe auch immer geschnittenes Brot eingefroren. Bei Bedarf nehme ich die benötigte Anzahl Scheiben heraus und lasse sie an der Luft auftauen (das dauert gar nicht lange) oder gebe sie kurz in den Toaster.

Mein Tipp zum Einfrieren:

Fleisch, Fisch etc. immer zuerst in Klarsichthülle wickeln und dann erst in den Gefrierbeutel packen, so ist es sicher vor Gefrierbrand geschützt.
Ebenso lassen sich fertige Teige wie Strudel- oder Blätterteig oder auch Frühlingsrollenteig einfrieren.

Noch ein paar Tipps für mehr Spaß am Kochen und Essen:

Bevor Du anfängst zu kochen decke den Tisch oder bitte jemanden aus der Familie das zu tun. Das hebt garantiert die Stimmung und macht Vorfreude aufs Essen! Stell die Teller aber nicht auf den nackten Tisch sondern auf ein Platzset, lege Besteck und eine (Papier-)Serviette daneben und stelle ein passendes (Wasser- Wein- oder Bier-)Glas dazu. Kerzen wären natürlich auch schön… 🙂
Dann lege Deine Lieblingsmusik auf oder schalte Deinen Lieblings-Radiosender ein oder singe wenn Du Lust dazu hast!
Wenn Du nicht viel Zeit hast, z. B. abends nach der Arbeit, dann koche lieber etwas Einfaches und Schnelles. Auch eine Gemüsesuppe mit frisch aufgebackenem Baguette oder ein simples Nudelgericht mit Salat (den man evtl. schon fertig gewaschen im Kühlschrank liegen hat) schmeckt hervorragend, vor allem wenn die Stimmung passt.
Und noch etwas: Bitte auf keinen Fall beim Essen Streitfragen diskutieren oder die Kinder wegen Problemen in der Schule ausfragen, das erzeugt Stress, der hier echt fehl am Platz ist. Es stört die Verdauung und die Stimmung und dafür gibt es andere, bessere Gelegenheiten.