Muss Mehl immer gesiebt werden?

Früher – also zu Großmutters Zeiten – wurde grundsätzlich empfohlen, Mehl zu sieben, damit Verunreinigungen, Ungeziefer und Fremdkörper herausgesiebt werden konnten. Das ist heute normalerweise nicht mehr notwendig, trotzdem gibt es ein paar gute Gründe dafür, Mehl auch heute noch zu sieben:

  • Bei stark aufgeschlagen Massen aus Ei ist es definitiv besser, das Mehl zu sieben. Das Sieben des Mehls hilft, Klumpen aus dem Mehl zu entfernen und man vermeidet damit das ungewollte zu lange Unterheben des Mehles.
  • Bei Rührteig oder Sandmassen ist es nicht unbedingt notwendig, aber trotzdem erwünschenswert, da auch hier die Mehlklumpen vermieden werden, genauso wie Backpulverklümpchen oder Back-Kakao-Stückchen.
  • Bei der Herstellung von Brot und Brötchen ist das Sieben des Mehls sogar sehr vorteilhaft. Hier kann ein höherer Sauerstoffeintrag, der durch das Sieben zustand kommt, zu einer besseren Vernetzung des Weizenklebers (Gluten) führen, was wiederum für luftige Gebäcke sorgt.

 

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