Elsässer FlammkuchenDie Küchenuhr zeigte bereits kurz nach 4 Uhr nachmittags und langsam wurde es Zeit, ans Abendessen zu denken. Zum Einkaufen hatte ich jedoch so gar keine Lust mehr, also inspizierte ich den Kühlschrank um zu sehen, ob sich dort etwas Verwertbares befindet.

Neben dem Joghurt entdeckte ich einen halben Becher Crème fraîche und einen Becher Schmand, der ebenfalls nur noch halb voll war. Im Wurst- und Käsefach fand ich ganz unten versteckt eine Packung Bacon. Ich war gerettet! Da Zwiebeln sowieso immer im Hause sind, hatte ich also alle Zutaten zusammen, um einen leckeren Elsässer Flammkuchen zu backen. Ach ja, im Gemüsefach lag sogar noch etwas Salat – perfekt! Ich freue mich immer, wenn ich gleich mehrere angebrochene Packungen aufbrauchen kann, so wird nichts weggeworfen und es ist wieder Platz da für etwas Frisches.

Elsässer Flammkuchen

Der Boden des aus dem Elsass stammenden Klassikers wird entweder mit Hefeteig oder mit Ölteig zubereitet. Mir ist die Variante aus Ölteig mit ganz dünnem, knusprigem Boden am liebsten. Außerdem ist der am schnellsten gemacht! Noch schneller geht’s nur, wenn man den Boden fertig kauft. Das ist aber gar nicht notwendig, weil der Teig wirklich ratzfatz fertig ist.

Elsässer Flammkuchen

Mit der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer kann man die Zutaten schnell verrühren, lediglich am Schluss sollte man noch kurz mit der Hand nacharbeiten.

Der Belag für den klassischen Elsässer Flammkuchen besteht aus Zwiebeln, Speck und Schmand, und das war’s auch schon. Man kann auch Crème fraîche benutzen, oder wie ich beides einfach mischen. Ich habe außerdem noch eine übrige Frühlingszwiebel drauf geschnitten. Schmecken tut er am besten noch heiß und ganz frisch aus dem Ofen.

Hier noch ein paar Tipps, wie dir der Flammkuchen perfekt gelingt:
  • Den Teig so lange kneten, bis er glatt und geschmeidig ist (das geht auch mit der Küchenmaschine), anschließend ein paar Minuten abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
  • Auf gut bemehlter Arbeitsfläche den Teig dünn ausrollen, dann auf das Backblech legen. Erst jetzt kommt der Belag drauf.
  • Im vorgeheizten Ofen auf höchster Temperatur (240-250 °C) bei Ober-/Unterhitze ca. 10-12 Minuten backen
  • Sobald der Rand goldbraun ist, ist er fertig

Elsässer Flammkuchen

Rezept für den Original Elsässer Flammkuchen

Elsässer Flammkuchen
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Original Elsässer Flammkuchen

Vorbereitung20 Min.
Zubereitung10 Min.
Zeit Gesamt30 Min.
Für 1 Backblech

Zutaten

Für den Teig

  • 220 g Mehl (z. B. Dinkelmehl, Typ 630)
  • 125 ml Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • 2 EL neutrales Öl (z. B. Sonnenblumenöl)

Für den Belag

  • 200 g Crème fraîche oder Schmand
  • 1 EL Sahne (bei Bedarf)
  • 200 g Zwiebeln in feine Ringe oder Würfel geschnitten
  • 100 g geräucherter durchwachsener Speck fein gewürfelt
  • 1 kl. Prise Muskat frisch gerieben
  • Salz und Pfeffer

Anleitung

  • Ofen auf höchste Stufe (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Alle Teig-Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten, das geht sowohl in der Küchenmaschine als auch mit der Hand. Sollte der Teig kleben, mehr Mehl hinzufügen. Abgedeckt auf die Seite stellen.
  • In der Zwischenzeit Zwiebeln und Speck schneiden. Crème fraîche oder Schmand ggf. mit ein wenig Sahne geschmeidig rühren und mit Salz, Pfeffer und einer kleinen Prise Muskat abschmecken.
  • Den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech legen.
  • Créme fraîche gleichmäßig auf dem Teig verstreichen, dann kommen Speck und Zwiebeln drauf.
  • Im vorgeheizten Ofen ca. 10-12 Minuten goldbraun und knusprig backen.

Tipp

Den Flammkuchen kann man sehr gut aus der Hand essen. Mit einem frischen Salat ist er ein schnelles Abendessen.

 

Elsässer Flammkuchen

Hast du das Rezept schon ausprobiert?
Welchen Boden magst du denn am liebsten: Hefeteig oder Ölteig?
Ich freue mich über jeden Kommentar!
Bis bald, Signatur_Maria

4 comments on “Elsässer Flammkuchen”

  1. Wow, Maria! Vielen Dank für das tolle gelingsichere Rezept. Von meinem Mann soll ich dir noch ein Kompliment rüberwerfen. 🙂
    Habe den Ofen auf 250 Grad gestellt. Mit 300 hab ich mich nicht getraut….
    Bei 250 Grad hat der Flammkuchen 15 min. gebraucht.
    Definitiv ist dieses Rezept der Grund dafür, dass zukünftig immer Schmand und Speckwürfel im Kühlschrank lagern! 😀
    Liebe Grüße und großes Lob für deinen tollen Blog. Du hast die beste Kochseite!!
    Alex

    • Liebe Alex, das freut mich sehr, dass euch der Flammkuchen so gut geschmeckt hat 🙂 Wahrscheinlich würde er bei 300 °C ebenfalls gut gelingen, ich wusste ja gar nicht, dass es Öfen gibt, die so heiß werden …! Vielen Dank für die Rückmeldung und die total lieben Komplimente 🙂 Ihr seid super!
      Liebe Grüße, Maria

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