Wir nennen sie Bratlinge, Frikadellen, Puffer oder – wie hier in Bayern – auch Pflanzerl. Es sind diese mehr oder weniger rundlichen, flach gedrückten Teile, die kross in der Pfanne gebraten werden. Oft formt man sie aus Hackfleisch zu leckeren Fleischpflanzerl; ein Rezept dafür findest du HIER. Doch gibt es auch viele fleischlose Varianten wie zum Beispiel Gemüsebratlinge oder eben auch welche aus Kichererbsen.

Ihren Namen verdanken die Kichererbsen übrigens nicht der guten Laune, die sie vielleicht verbreiten, wenn man sie isst. Die alten Römer nannten den Strauch, an dem Kichererbsen wuchsen „cicer“, ausgesprochen wurde es „kiker“, was soviel heißt wie Erbse. Im Althochdeutschen machte man daraus den Namen „Kihhira“, der heute zu „Kicher“ geworden ist. Die Kichererbse wird vor allem im Orient hochgeschätzt, wo sie eine wichtige Rolle als preiswertes und nahrhaftes Grundnahrungsmittel spielt.

Kichererbsenbratlinge mit Mango-Raita

Kichererbsen sind ein idealer Fleischersatz

Kichererbsen sind ein ausgezeichneter Proteinlieferant, was sie zu einem idealen Fleischersatz macht. Besonders Vegetarier und Veganer tun mit dem regelmäßigen Verzehr von Kichererbsen viel Gutes für ihre Gesundheit. Die Chickpeas, wie sie im Englischen heißen, punkten mit einem ausgewogenen Verhältnis von Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten. Sie sind frei von Cholesterin, dafür stecken sie voller Vitamine, Mineralstoffe und sättigender Ballaststoffe. Besonders wertvoll macht sie der relativ hohe Anteil an B-Vitaminen.

Kichererbsenbratlinge

Für unsere Kichererbsenbratlinge verwenden wir die Hülsenfrüchte aus der Dose – einfach weil es schneller geht. Sie werden zuerst mit frischem Wasser abgebraust und dann mit dem Kartoffelstampfer zerdrückt. Hinzu kommen geraspelte Möhren, Gewürze, Eier und ein wenig Mehl. In einer Pfanne erhitzt du nun reichlich neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl). Mit einem Esslöffel kommt jetzt der Kichererbsenteig in die Pfanne, wo sie kross gebraten werden. Am besten drehst du die Bratlinge erst um, wenn die untere Seite gut gebräunt ist, damit sie nicht auseinander fallen.

Mango-Raita

Als Beilage zu den Kichererbsenbratlingen passt ein frischer Salat oder – noch besser – eine fruchtige Mango-Raita. Für die Mango-Raita brauchst du eine möglichst reife, süßlich schmeckende Frucht.

Die Mango wird dafür in kleine Würfel geschnitten und mit Joghurt und Créme fraîche, Limettensaft, Korianderblättchen und/oder glatter Petersilie sowie Salz, Pfeffer und etwas Chili vermengt. Bis zum Verzehr stellst du sie am besten in den Kühlschrank. Die Raita hält sich abgedeckt und gekühlt ein paar Tage, du kannst sie also gut vorher schon zubereiten.


Mango schälen und schneiden - so geht's: Mango schälen und schneiden - so geht's:
Entlang des Kerns zunächst die eine, dann die andere Mango-Hälfte mit einem scharfen Messer abtrennen. Den mittleren Teil schälen und das Fruchtfleisch in schmalen Spalten entlang des Kerns abschneiden. Für die beiden äußeren Hälften gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale heben und in kleine Stücke schneiden.
  2. Beide Hälften mit einem Sparschäler schälen und dann in feine Würfel schneiden.
  3. Das Fruchtfleisch in jeder Hälfte kreuzweise einschneiden (die Schale dabei nicht verletzen), dann nach außen stülpen. Dies sieht besonders hübsch auf dem Frühstückstisch aus!

 

Kichererbsenbratlinge mit Mango-Raita

Rezept für die Kichererbsenbratlinge

Kichererbsenbratlinge mit Mango-Raita
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Kichererbsenbratlinge

Die vegetarischen Bratlinge sind einfach zubereitet und schmecken köstlich mit frischem Mango-Raita.
Vorbereitung15 Min.
Zubereitung20 Min.
Gesamtzeit35 Min.
Für 4 Personen

Zutaten

  • 1 große Dose Kichererbsen 800 g, Abtropfgewicht: ca. 480 g
  • 2 große Möhren geraspelt
  • 1 Chilischote, entkernt und fein gehackt oder etwas Chilipulver
  • 15 g Ingwer geschält und fein gehackt
  • 2-3 Teel. Koriander, gemahlen
  • 2-3 Teel. Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/2 Teel. Garam Masala
  • 1-2 Essl. Mehl
  • 2 Eier
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • Neutrales Öl zum Frittieren z.B. Sonnenblumenöl

Anleitung

  • Die Kichererbsen mit kaltem Wasser abbrausen. In einer Schüssel mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken.
  • Möhren raspeln. Zusammen mit den Gewürzen, Mehl und Eier zu einem Teig vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • In einer beschichteten Pfanne etwa 1/2 cm hoch Öl erhitzen.
  • Mit einem Esslöffel portionsweise den Kichererbsenteig in die Pfanne geben, glatt streichen und kross braten. Erst wenn die Unterseite gut gebräunt ist umdrehen, damit die Bratlinge nicht auseinander fallen.
  • Die fertigen Bratlinge auf einen Teller legen, der mit Küchenkrepp ausgelegt ist, damit das überschüssige Fett aufgesaugt wird. Im Ofen warm halten, bis alle fertig gebraten sind.

Tipp:

Mit Mango-Raita oder frischem Salat servieren.

Mango-Raita

Rezept für die Mango-Raita

Mango-Raita
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Mango-Raita

Die Mango-Raita ist blitzschnell zubereitet und passt super als Beilage zu Kichererbsenbratlingen.
Zubereitung15 Min.
Für 4 Personen

Zutaten

  • 1 kleine, reife Mango Geschält, in kleine Würfel geschnitten
  • 300 g Naturjoghurt
  • 2 Essl. Créme fraîche
  • 1 Prise Chiliflakes Menge nach Belieben
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1/2 Limette Saft davon
  • eine kleine Handvoll Korianderblättchen und/oder glatte Petersilie fein gehackt

Anleitung

  • Die Mango schälen und in kleine Würfel schneiden. Koriander und/oder Petersilie fein hacken.
  • Den Joghurt mit Créme fraîche verrühren. Mit den übrigen Zutaten mischen, abschmecken und bis zum Verzehr kühl stellen.
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6 Comments on Kichererbsenbratlinge mit Mango-Raita

    • Das freut mich liebe Helga! Besonders wenn man nicht so oft Fleisch essen möchte, sind die Kichererbsenbratlinge eine schmackhafte Alternative.
      Liebe Grüße, Maria

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