Currywurst mit selbstgemachter SoßeSchon früh am Morgen, bevor er in die Arbeit ging, konnte ich meinem Mann eine echte Freude bereitet – und das ganz unerwartet! Ich habe ihn nämlich gefragt, ob es o.k. sei, dass es am Abend „nur“ Currywurst und Pommes geben wird. Was soll ich sagen, es war nicht nur o.k., er war sogar hocherfreut 🙂 Ach ja, es ist manchmal sooo einfach, (s)einen Mann glücklich zu machen, nicht wahr?!

Ich muss allerdings gestehen, dass es bei uns nur selten Wurst gibt. Vor mehr als 20 Jahren, als unsere Kinder noch klein waren, war das anders, da habe ich jede Woche beim Metzger Wurst und Aufschnitt gekauft. Nach diversen Gammelfleisch-Skandalen und aufgrund von brutaler Massentierhaltung haben wir unseren Fleischkonsum jedoch drastisch reduziert. Und wenn ich heute in der Radiowerbung höre, zu welchen Preisen Fleisch angeboten wird, dann wird mir fast übel!

Gutes Fleisch kann aber nur von Tieren kommen, die artgerecht gehalten wurden. Das macht viel Arbeit und kostet Geld, dementsprechend ist auch der Preis für das Fleisch. Leider stürzen sich viele Verbraucher nur zu gerne auf Sonderangebote, nach dem Motto: Je billiger desto besser! Deshalb versucht die Industrie, Profit durch Masse zu machen, das Wohl der Tiere wird dabei völlig außer Acht gelassen.

Currywurst mit selbstgemachter Soße

Ich frage mich manchmal, ob uns eigentlich bewusst ist, was wir mit unserem Kaufverhalten auslösen? Wer überlegt schon, wo das Fleisch herkommt und wie das Tier gelebt hat, wenn wir ein abgepacktes Stück Fleisch oder Wurst kaufen? Wir könnten aber unsere Macht als Käufer nutzen und unseriöse Billigst-Angebote liegen lassen, denn wir als Verbraucher entscheiden letztendlich über das, was im Supermarkt angeboten wird. Wenn wir das Fleisch aus Massentierhaltung nicht kaufen würden, würde es aus den Regalen verschwinden.

Weil inzwischen mehr und mehr Verbraucher auf Qualität achten und Tierschutz nicht jedem von uns egal ist, gibt es erfreulicherweise immer mehr Bio-Fleisch zu kaufen. Eine Supermarktkette aus dem Allgäu, bei der wir gerne einkaufen, bezieht ihr Fleisch ausschließlich von Kleinbauern aus der Region. Da kann man sowohl Bio- auch konventionelles Fleisch kaufen – und das schmeckt!

Currywurst mit selbstgemachter Soße

Fleisch vom guten Metzger, Markt oder Hofladen hat natürlich seinen Preis. Aber wenn man nur hin und wieder Fleisch isst, kann man sich auch Qualität leisten. Viel Geld kann man zum Beispiel sparen, wenn man regelmäßig selber kocht und dabei saisonales Gemüse verwendet, was zudem sehr gesund ist. Mehlspeisen wie z.B. Apfelstrudel, Pfannkuchen oder Dampfnudeln kosten auch nicht viel. Wer das nicht mag, der kann tolle Suppen und Eintöpfe aus Hülsenfrüchten zubereiten. Auch Nudeln sind sehr preiswert zu haben und schmecken super lecker, zum Beispiel mit Gemüse und einer leckeren Soße. Auf Instagram habe ich HIER so ein Reste-Essen vorgestellt. Man kann Gemüse auch bestens in chinesischen Gerichten verwenden, ein Rezept dafür findest du z.B. HIER.

Bei uns gibt es eine Regel: wenn wir an einem Tag Fleisch hatten, dann gibt es an den nächsten ein bis zwei Tagen etwas anderes. Wenn es heute also Currywurst gibt, dann kaufe ich erstens die Wurst da, wo ich weiß, wo das Fleisch herkommt und zweitens gibt es morgen und evtl. auch übermorgen etwas vegetarisches oder Fisch. Dann kann man sich auch hin und wieder eine gute Currywurst schmecken lassen. So wie wir heute!

Rezept für die Currywurst mit selbstgemachter Soße

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Currywurst mit selbstgemachter Soße

Erst mit der richtigen Soße wird die Currywurst ein Genuss!
Vorbereitung10 Min.
Zubereitung20 Min.
Zeit Gesamt30 Min.
Keyword: Currywurst
Für 4 Personen

Zutaten

  • 4 rote Bratwürste
  • 1 kleine Zwiebel fein gehackt
  • 1 EL brauner Rohrohrzucker
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Dose Dose stückige Tomaten, 400 g
  • 50-100 ml Geflügelbrühe nach Bedarf
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1/4 Sternanis
  • 2 EL Currypulver + 1 EL zum Anrichten
  • Salz und Cayennepfeffer nach Geschmack

Anleitung

  • Die gehackte Zwiebel mit dem Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze ohne Öl andünsten, Tomatenmark unterrühren. Mit den Dosentomaten und etwas Geflügelbrühe aufgießen und aufkochen.
  • Weißweinessig, Curry, Sternanis, Salz und Cayennepfeffer dazugeben und ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen. 
  • Sternanis wieder rausnehmen. Sollte die Soße zu dick sein, etwas mehr Geflügelbrühe zugeben. Mit dem Pürierstab aufmixen und abschmecken.
  • In der Zwischenzeit die Bratwürste auf beiden Seiten mehrmals leicht schräg einschneiden. In einer Pfanne bei mittlerer Temperatur ein wenig Öl erhitzen und die Würste darin hellbraun braten.
  • Auf jeden Teller eine Bratwurst legen, Längsschnitt machen und darüber etwas Curry streuen. Die Soße drüber geben. Bei Bedarf auf einem extra Schälchen mehr Soße dazu reichen.

Tipp

Dazu schmecken Pommes, ein knackiger Salat und Bier.
Wie hältst du es mit dem Fleischkonsum?
Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir deine Meinung dazu mitteilen würdest.
Deine Signatur_Maria

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