Das Schnelle Thai-Curry schmeckt köstlich mit Hähnchen und Gemüse

Was kommt dir spontan in den Sinn, wenn du an Thailand denkst? Prachtvolle Tempelanlagen, traumhafte Strände, die schwimmenden Märke bei Bangkok und freundlich lächelnde Thais? Und denkst du auch sofort an köstliche Curries – so wie ich? Wenn wir bei unserem Lieblings Take-Away ein Thai Curry abholen, ist das Gemüse einfach immer knackig, das Fleisch zart und die würzige Kokosmilchsoße ein Gedicht. Ja, so muss es sein! Aber wo bekommt man ein Rezept her, damit man das Curry auch so cremig, würzig und perfekt hinbekommt? Vielleicht direkt im Herkunftsland?

Insekten auf dem Markt
"Leckere" Insekten werden auf dem Markt angeboten
Mit Kim auf der Thai-Farm
Auf der Farm zeigt uns Kim viele Kräuter und Gewürze
Currypaste selber machen
Unsere Currypasten stampfen wir selbst im Mörser
Kim cooking
Kim zeigt uns live, wie Thai Cooking funktioniert

In Chiang Mai lernten wir die Geheimnisse der Thai Küche kennen

Als wir also letztes Jahr unseren Thailand-Urlaub planten, war ganz schnell klar, dass mein Mann und ich auch einen Kochkurs besuchen würden. In Chiang Mai buchten wir einen Tageskurs und lernten dort, wie man thailändische Gerichte authentisch zubereiten kann.

Los ging es mit dem Einkauf auf dem riesigen Markt, wo es u. a. etwas eigenartige „Leckereien“ zu kaufen gab (s. oben). Dann fuhren wir raus auf die Bio-Farm. Zuerst machten wir mit unserer humorvollen Kursleiterin Kim einen Rundgang durch den Garten. Sie zeigte uns, wo viele Kräuter und Gewürze wuchsen und erklärte uns deren Verwendung in der Küche. Unter ihrer Anleitung kochten wir anschließend fünf Gerichte, die allesamt ganz wunderbar schmeckten!

Grundzutat für Curries sind die Würzpasten

Currypaste selber machen

Die Grundzutat für alle Curries sind die Würzpasten. Im Kurs haben wir die Currypaste natürlich selbst im Mörser zubereitet, aber hier im Rezept greifen wir auf eine gute Currypaste aus dem Glas zurück. 

Es gibt rote, grüne und gelbe Currypasten von sehr scharf bis relativ mild. Das ist auf jedem Glas vermerkt. Ich empfehle dir am Anfang zu einer milden Sorte zu greifen, vor allem wenn Kinder mitessen.

Eine der wichtigsten Komponenten beim Thai-Curry Rezept ist die Kokosmilch

Jetzt kommt ein ganz wichtiger Punkt, das ist die Kokosmilch. Sie ist entscheidend für den Geschmack und die Konsistenz deines Currys. Ich habe viele Sorten ausprobiert und kann dir aus meiner Sicht zwei empfehlen, die es in unterschiedlichen Größen zu kaufen gibt (s. Tipp).

Achte bei Kokosmilch auf die Inhaltsstoffe

Bei Kokosmilch gibt es große Unterschiede, schau dir deshalb die Inhaltsstoffe genau an. Eine gute Kokosmilch enthält einen hohen Anteil an Kokosnussextrakt und Wasser – sonst nichts! Sehr viele Produkte enthalten aber nur wenig Kokosnuss. Um das zu kompensieren benötigen sie Verdickungsmittel, Farb-, Konservierungs- und Aromastoffe. Den Unterschied schmeckst du.

Mein ganz persönlicher Favorit ist die „Real-THAI“, die ich bei Edeka entdeckt habe. Sie ist sehr cremig, enthält satte 85 % Kokosnussextrakt und Wasser und kommt ohne jegliche Zusatzstoffe aus. 

Eine der bekanntesten Marken ist „Aroy-D“, man bekommt sie fast überall zu kaufen. Sie ist ebenfalls sehr gut, hat eine cremige Konsistenz und besteht zu 60 % aus Kokosnussextrakt und Wasser.

Bei den Kaffir Limettenblätter musste ich improvisieren, weil bei uns kein Asia-Laden in der Nähe ist und ich deshalb kurzfristig keine bekommen habe. Ersetzt habe ich sie durch 2 Streifen Bio-Limettenschale. Geschmeckt hat das Curry trotzdem einwandfrei.

Bei nächster Gelegenheit werde ich mir beim Asia-Laden aber frische Kaffir Limettenblätter mitnehmen und sie einfrieren.

Info

Kaffir-Limettenblätter

Quelle: wikiHow.com

Kaffir-Limettenblätter sind an ihren smaragdgrünen, doppelten Blattlappen leicht erkennbar, welche sie so aussehen lassen, als wären zwei Blätter zusammengefügt. Sie schmecken leicht herb und haben ein frisches, pikant-zitronenartiges Aroma. 

Die frischen Blätter sind sehr zäh und eignen sich deshalb nicht zum Mitessen. Sie geben ihren Geschmack an das Gericht ab und werden vor dem Verzehr entfernt (ähnlich wie Lorbeerblätter). Man bekommt sie im asiatischen Feinkostladen. Vor Gebrauch sollten sie gut gewaschen werden. Man kann sie auch getrocknet kaufen.

Falls man keine bekommt, eignet sich als Ersatz je nach Gericht Zitronengras, Limettensaft oder Limettenschale.

Das schnelle Thai-Curry Rezept kannst du auch mit Tofu oder Garnelen zubereiten

Auch als vegetarische Version mit Tofu oder mit Garnelen zubereitet schmeckt das Thai-Curry sehr lecker. Als Beilage schmeckt Basmatireis, damit lässt sich die Soße gut aufnehmen. Wenn die Zeit mal knapp ist, kannst du das Curry auch vorbereiten und wieder aufwärmen. Im Kühlschrank hält es sich mehrere Tage.

Thai-Curry mit Hähnchen und Gemüse

Schnelles Thai-Curry mit Hähnchen und Gemüse – so geht’s:

  • Brokkoli in kleine Röschen brechen, Lauch in Ringe schneiden.
  • Fleisch in dünne Streifen schneiden und alle übrigen Zutaten bereit legen.
  • ½ Tasse von der Kokosmilch und 2 Essl. Öl in den Wok oder die Pfanne geben und bei mittlerer Temperatur erhitzen. Currypaste zugeben und rühren bis es duftet.
  • Jetzt Hähnchenfleisch und Gemüse, dann die restliche Kokosmilch sowie etwa ½ Tasse Wasser dazu geben. Die Hitze jetzt hoch schalten.
  • Nun kommen Zucker und Fischsoße (oder Sojasoße), Kaffir-Limettenblätter (oder Limettenschale) und Basilikumblätter in dein Curry. 5 Min. köcheln lassen. Sollte die Soße zu dick sein, etwas mehr Wasser zugießen.
  • Abschmecken, ggf. etwas salzen, mit Koriander (oder Petersilie) bestreuen und servieren. Dazu passt Basmatireis.

Magst du auch indische Curries? Wie wäre es mit einem vegetarischen Indischen Hähnchen-Curry mit Kartoffeln?

Rezept für ein schnelles Thai-Curry mit Hähnchen und Gemüse

Thai-Curry mit Hähnchen und Gemüse

Schnelles Thai-Curry mit Hähnchen und Gemüse

5 von 6 Bewertungen
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Vorbereitung20 Minuten
Zubereitung10 Minuten
Arbeitszeit30 Minuten
Portionen: 3 Personen

Zutaten

  • 1 kleinen Brokkoli in feine Röschen zerteilt
  • 1 Stange Lauch in Ringe geschnitten
  • 400 g Hähnchenbrustfilet in ca. ½ cm breite Streifen geschnitten
  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 Essl. Öl
  • ca. 150 ml Wasser
  • 2 Essl. grüne Currypaste aus dem Glas (mild oder scharf nach Geschmack)
  • 2 Teel. dunkler Rohrohrzucker oder Palmzucker
  • 2 Essl. Fischsoße oder helle Sojasoße
  • 4 Stück Kaffir Limettenblätter (alternativ: 2 Streifen Bio-Limettenschale)
  • 10 Basilikumblätter
  • Koriandergrün zum Bestreuen alternativ: Petersilie

Anleitung

  • Brokkoli in kleine Röschen brechen, Lauch in Ringe schneiden.
  • Fleisch in ca. ½ cm dünne Streifen schneiden und alle übrigen Zutaten bereit legen.
  • ½ Tasse von der Kokosmilch und 2 Essl. Öl in den Wok (oder Pfanne) geben und auf dem Herd bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Currypaste zugeben und rühren bis es duftet.
  • Jetzt Hähnchenfleisch und Gemüse zugeben, dann die restliche Kokosmilch und ca. eine halbe Tasse Wasser. Hitze hochschalten.
  • Zucker und Fischsoße unterrühren, Kaffir-Limettenblätter (oder Limettenschale) und Basilikumblätter zugeben, ca. 5 Min. köcheln lassen. Sollte die Soße zu dick sein, noch etwas Wasser zugeben.
  • Abschmecken und mit Reis und Koriander (oder Petersilie) servieren.

Notizen

Das Thai-Curry lässt sich gut vorbereiten und hält ein paar Tage im Kühlschrank.

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4 Comments on Schnelles Thai-Curry mit Hähnchen und Gemüse

    • Einfach aber trotzdem lecker, so sind auch meine liebsten Rezepte. Herzlichen Dank für dein schönes Feedback liebe Thea!😍 Ich freue mich sehr, dass das Thai-Curry so gut bei euch angekommen ist.
      Liebe Grüße, Maria

    • Vielen lieben Dank für deine Rückmeldung liebe Helga!😍 Ich freue mich, dass dir das Rezept gefällt und hoffe, du wirst noch weiter auf meinem Blog fündig.
      Liebe Grüße, Maria

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