ZwiebelkuchenIch habe den ersten Zwiebelkuchen in diesem Jahr gebacken – und damit unseren kulinarischen Spätsommer / Herbst eingeläutet!

Es gibt mehrere Gründe, warum ich diese Jahreszeit sehr gerne mag: Da sind die farbenprächtigen Laubwälder, Früchte tragende Obstbäume, bunte Kürbisse, die am Straßenrand angeboten werden, das warme aber nicht mehr heiße Wetter und die kühlen Nächte, die uns endlich wieder gut schlafen lassen. Wunderschön finde ich auch die glitzernden Tautropfen, die frühmorgens noch in den Spinnennetzen hängen (obwohl das eine oder andere Spinnennetz schon in meinem Gesicht gelandet ist, wenn ich nicht aufgepasst und es zu spät entdeckt habe).

Übrigens: Wenn man verhindern will, dass die Spinnen ins Haus einziehen, soll es einen Trick geben: Kastanien! Spinnen können angeblich den Geruch von frischen Kastanien nicht ausstehen. Wenn man sie (die Kastanien!) mit einem Hammer zerquetscht und auf ein Fensterbrett legt, soll man die Wohnung spinnenfrei halten können. Ich werde es ausprobieren!

Zwiebelkuchen

Ganz besonders liebe ich aber den Frühnebel, der sich über die morgendliche Landschaft legt und sie wunderschön und mystisch erscheinen lässt. Zudem ist er immer ein sicheres Zeichen für gutes Wetter am gleichen Tag.

Wenn man – so wie heuer – einen herrlich langen und heißen Sommer hatte, dann freut man sich auch wieder auf die langen, gemütlichen Abende daheim. Auf deftige Eintöpfe und scharfe Curries, ohne beim Kochen schon Schweißausbrüche zu bekommen. Ein kulinarischer Grund, diese Jahreszeit zu lieben, ist definitiv der leckere Zwiebelkuchen, der sich jetzt für seinen großen Auftritt bereit macht.

Zwiebelkuchen

Rezepte für den Zwiebelkuchen gibt es unendlich viele. Ich mag ihn besonders gerne mit dünnem Hefeteig. Die Betonung liegt bei dünnem, denn das Beste am Zwiebelkuchen ist ja der herzhafte Belag aus Zwiebeln und Speck.

Es gibt nur einen Wermutstropfen und zwar das Zwiebel-Schneiden! Damit das weitestgehend ohne Tränen abläuft habe ich ein paar Tipps für dich:

  1. Messer vorher schärfen, damit beim Schneiden wenig Zwiebelsaft austritt.
  2. Die Schnittfläche der Zwiebel sofort mit kaltem Wasser kurz abbrausen, anschließend gut trocken tupfen.
  3. Zwiebeln relativ grob würfeln. Das geht schnell und schmeckt auch gut.

Zwiebelkuchen

Am besten schmeckt der Zwiebelkuchen, wenn man Gemüsezwiebeln verwendet. Sie sind besonders mild im Geschmack und außerdem viel schneller geschnitten als die kleinen. Den Kümmel kann man ganz oder gemahlen verwenden, er macht den Zwiebelkuchen schön bekömmlich.

Das Rezept für den Zwiebelkuchen vom Blech

Zwiebelkuchen
Rezept drucken
5 von 6 Bewertungen

Zwiebelkuchen vom Blech

Herzhafte Zwiebelmasse mit knusprigem Speck und Käse auf lockerem Hefeteig: Der perfekte Zwiebelkuchen!
Vorbereitung:30 Min.
Zubereitung:35 Min.
Gesamtzeit:1 Std. 5 Min.
Für 12 Stücke

Zutaten

Für den Hefeteig

  • 250 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 125 ml lauwarme Milch
  • 20 g frische Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 50 g Butter

Für den Belag

  • 300 g durchwachsener Räucherspeck (geräuchertes Wammerl)
  • 1 TL neutrales Öl
  • 1 kg Gemüsezwiebeln
  • Kümmel, ganz oder gemahlen, Menge nach Geschmack
  • 250 g geriebener Emmentaler
  • 200 ml Sahne
  • 1 Prise Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer

Weiterhin

  • Speiseöl zum Einfetten des Backblechs
  • Mehl zum Bestäuben

Anleitung

Für den Hefeteig

  • Mehl mit Salz in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde formen. Hefe in die Vertiefung bröckeln, mit Zucker bestreuen und mit etwas lauwarmer Milch verrühren. Abgedeckt 15 Min. gehen lassen.
  • Die Butter in der restlichen lauwarmen Milch schmelzen lassen. Zusammen mit den übrigen Zutaten in die Schüssel geben. Mit den Knethaken des Handrührgeräts oder der Küchenmaschine so lange kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselrand löst. 
  • Den Hefeteig zugedeckt an einem warmen Ort 1 Std. gehen lassen oder bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

Für den Belag

  • Den Speck in kleine Würfel oder feine Streifen schneiden. In einer großen Pfanne mit ein paar Tropfen Öl knusprig braten und rausnehmen.
  • In der Zwischenzeit die Gemüsezwiebeln grob würfeln und im ausgelassenen Bratfett glasig dünsten. Von der Kochplatte ziehen.
  • Speckwürfel, geriebenen Käse und Sahne untermischen, Kümmel dazugeben und mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen. Etwas abkühlen lassen.

Fertig stellen

  • Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  • Ein Backblech mit Öl einpinseln und leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und das Blech damit auslegen. Nochmals 15 Minuten gehen lassen.
  • Nun die Zwiebelmasse gleichmäßig auf dem Teig verstreichen und ca. 35 Minuten auf der mittleren Schiene goldbraun backen.

Marias Tipp:

Der Zwiebelkuchen schmeckt am besten lauwarm mit einem Glas Federweißer.
 
Wie magst du den Zwiebelkuchen am liebsten?
Ich freue mich über deinen Kommentar!
Deine Signatur_Maria

14 Comments on Zwiebelkuchen vom Blech

  1. Ganz tolles Rezept! Vielen Dank!
    Die Art und Weise alles in einer Schüssel zu vermischen und dann auf dem Teig zu verteilen war für mich neu, aber super toll!
    Und der Geschmack. Wunderbar. Alles perfekt abgestimmt: Zwiebeln, Rauchfleisch, Kümmel, Sahne, Käse – alles hat man geschmeckt, nichts stand im Vordergrund.
    Einfach nur toll!

    • Vielen lieben Dank für deine schöne Rückmeldung liebe Beate!😍 Das ist auch mein Lieblingsrezept, ich habe den Zwiebelkuchen schon sehr oft gemacht und er schmeckt uns so einfach am allerbesten.
      Liebe Grüße, Maria

  2. Liebe Maria,

    auch ich bin kein Fan von zentimeterdicken Zwiebelkuchen und bin so bei der Suche nach einem passenden Rezept auf deines gestoßen. Der erste Versuch wurde gerade verkostet und ich kann mich Selina nur anschließen. Vielen lieben Dank für dieses superleckere Rezept :)! Ich habe den Belag noch mit etwas Knoblauch und Chili aufgepeppt, das wird es jetzt öfters mal geben!
    Liebe Grüße
    Christine

  3. Hallo Maria, das Rezept liest sich toll und ich würde den Kuchen gern für unser Chorfest am Donnerstag backen. Ich bin allerdings keine Hefeteig-Heldin. Meinst Du, ich kann den Teil und den Belag bereits am Mittwoch Abend vorbereiten und dann am Donnerstag frisch backen? Liebe Grüße, Amelie

    • Liebe Amelie, du kannst sowohl den Belag als auch den Hefeteig schon am Mittwoch vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren.
      So geht’s: Zerbröckele die Hefe und löse sie in zimmerwarmer Milch auf, gib sie zu den restlichen Zutaten und knete einen glatten Teig (du brauchst keinen Vorteig zu machen). Bestäube die Teigkugel mit Mehl, gib sie in eine große Schüssel (damit er Platz hat zum Aufgehen) und bedecke die Schüssel mit Frischhaltefolie. Dann ab in den Kühlschrank damit.
      Am nächsten Tag holst du den vorbereiteten Belag und den aufgegangenen Teig aus dem Kühlschrank. Knete den Teig nochmals kurz durch und lege ihn aufs Blech, wie im Rezept angegeben. Verteile jetzt den Belag darauf und lass alles eine halbe Stunde ruhen. Dann schiebst du das Blech in den kalten Backofen und schaltest ihn auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) ein. Der Zwiebelkuchen braucht bei dieser Methode etwa 10 Min. länger, bis er fertig ist. Wenn der Belag goldbraun ist, kannst du ihn rausholen.
      Ich wünsche dir gutes Gelingen und würde mich sehr freuen wenn du mir sagst, wie es dir ergangen ist.😍
      Liebe Grüße, Maria

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.