Für wen backst du eigentlich Plätzchen? Für die Familie oder zum Verschenken? Früher haben wir die meisten Plätzchen selber aufgefuttert. Aber bei einem 5-Personen-Haushalt war das wahrscheinlich normal. Inzwischen hat sich der Schwerpunkt jedoch stark Richtung Verschenken verlagert.

Ja, und einmal sind meine Weihnachtsplätzchen sogar um die halbe Welt gereist! Als wir von 25 Jahren in Neuseeland geheiratet habe, habe ich für die Familie und Freunde meines Mannes Plätzchen mitgenommen. Im Koffer, in Tütchen verpackt und zwischen Kleidungsstücken gut „gepolstert“ haben die meisten Plätzchen die lange Reise sogar weitgehend unbeschädigt überstanden🤩. Ich glaube, man hat sich ehrlich darüber gefreut. Dort kennt man die Tradition des Plätzchenbackens zu Weihnachten nämlich nicht. 

Die meisten Plätzchen verschenke ich inzwischen

Dass ich inzwischen die meisten Plätzchen verschenke liegt zum einen daran, dass meine drei Kinder schon lange außer Haus sind und inzwischen ihre eigenen Familien haben. Die Keksdosen leeren sich deshalb nicht mehr so schnell (mit einer Ausnahme: meine Lieblingsplätzchen). Zum anderen verschenke ich gerne Selbstgebackenes, weil ich merke, wie viel Freude man damit bereiten kann. Ist ja auch irgendwie verständlich, denn da steckt nicht nur viel Arbeit sondern ebenso viel Liebe drin. Und die verschenkt man ja gleich mit.

Marzipan ist das Geheimnis der Aprikosenringe

Wenn ich anfange Plätzchen zu backen, lege ich mir gerne Weihnachtsmusik auf, so komme ich gleich in die richtige Stimmung. Bevor ich allerdings loslege, muss meine Küche tipptopp aufgeräumt sein. Zum einen aus Platzgründen, denn sie ist ziemlich klein. Zum anderen weil ich nur an einem sauberen und aufgeräumten Arbeitsplatz gut arbeiten kann. (Das ist übrigens nicht nur in der Küche so – auch im Büro).

Diese Woche wollte ich ein neues Rezept ausprobieren. Bei einer Feier hatte ich mal Butterplätzchen gegessen, die mit Aprikosenmarmelade gefüllt waren und leicht nach Marzipan geschmeckt haben. Hach, die waren so köstlich! Leider habe ich es damals versäumt, nach dem Rezept zu fragen und jetzt weiß ich nicht mehr, wer sie gebacken hat.

Ich hatte eine bestimmte Vorstellung wie die Aprikosenringe schmecken sollten

Aber wenn ich erst mal „Blut geleckt“ habe, dann gebe ich so schnell nicht auf (siehe meine Anstrengungen für die Pavlova – da hat es 10 Jahre gedauert bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war). Mit diesen Plätzchen hatte ich schon einen mittelmäßig erfolgreichen Versuch hinter mir. Sie waren zwar nicht schlecht, aber halt auch nicht wirklich super. Also nicht gut genug für den Blog und für euch, meine lieben Leser/-innen💖. 

Meine Aprikosenringe schmecken buttrig, fruchtig-süß und leicht nach Marzipan

Neuer Versuch: Den Teig für die Aprikosenringe habe ich mit relativ hohem Butteranteil hergestellt. Er lässt sich ganz dünn ausrollen und wird dann zu runden Plätzchen ausgestochen. Nach dem Backen habe ich etwas Aprikosenmarmelade auf dem Plätzchen-Boden verteilt und eine Marzipanscheibe drauf gesetzt. Die wird ebenfalls dünn mit Marmelade bestrichen und darauf kommt der Plätzchenring als Abschluss.

Marzipan verarbeiten

Beim Verkneten des Marzipans mit Puderzucker solltest du unbedingt gesiebten Puderzucker verwenden, damit keine Klümpchen ins Marzipan gelangen.

Das Ausrollen des Marzipans gelingt am besten, wenn du es zwischen zwei Frischhaltefolien legst. So bleibt nichts am Teigroller hängen. 

Am nächsten Tag, als sie schon etwas durchgezogen waren, habe ich die Plätzchen mit Puderzucker bestäubt. Dann habe ich eines probiert: Wow! 😍 Ja genau, das war er! Der Geschmack, den ich so lange gesucht hatte: buttrig mit leichter Marzipan-Note und fruchtig-süß durch die Aprikosenmarmelade. Das harmonierte großartig. Ich bin total happy – und hier ist also mein neuestes Rezept für dich!

Suchst du noch ein paar Dessert-Ideen für dein Weihnachtsmenü? Wie wäre es mit einer süßen Avocadocreme mit Früchten oder Mini Kokos-Pavlova

Rezept für die Aprikosenringe mit Marzipan

Aprikosenringe mit Marzipan

Aprikosenringe mit Marzipan

4.67 von 3 Bewertungen
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Vorbereitung15 Minuten
Zubereitung45 Minuten
Arbeitszeit1 Stunde
Portionen50 Stück

Zutaten

Für den Teig

  • 175 g Mehl
  • 75 g Speisestärke
  • 65 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei Gr. M
  • 165 g Butter kalt, in Stücken

Weiterhin

  • 200 g Marzipanrohmasse
  • 80 g Puderzucker (plus extra zum Ausrollen)
  • ca. 150 g Aprikosenmarmelade
  • etwas Puderzucker zum Bestreuen

Anleitung

  • Alle Teigzutaten zu einem Mürbeteig verkneten. Mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens 1 Stunde kühl stellen.
  • Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Den Teig portionsweise auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und runde Butterplätzchen ausstechen. Bei der Hälfte der Plätzchen in der Mitte einen Kreis ausstechen, so dass Ringe entstehen.
  • Im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene ca. 8-10 Minuten hell backen.
  • Marzipan mit dem Puderzucker verkneten. Dünn ausrollen (das geht am besten zwischen zwei Frischhaltefolien und ebenfalls runde Plätzchen ausstechen.
  • Je ein Butterplätzchen dünn mit Marmelade bestreichen. Eine Marzipanscheibe drauf setzen, dieses ebenfalls mit Aprikosenmarmelade bestreichen und mit einem Plätzchenring abdecken.
  • Zum Schluss Puderzucker drüber sieben. In Blechdosen aufbewahren.

Notizen

Die Aprikosenringe mit Marzipan schmecken besonders gut, wenn sie etwas durchgezogen sind.
Hast du das Rezept probiert? Hat es dir gefallen? Ich freue mich sehr über deinen Kommentar und eine Rezept-Bewertung.💕

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