Ciabatta

Wenn ich Ciabatta höre, denke ich an Italien, Sonne, Meer und – natürlich! – gutes Essen. Denn in Italien gibt es kaum ein Gericht, zu dem nicht auch ein Korb Ciabatta gereicht wird. Wenn das knusprige italienische Weißbrot Ciabatta (sprich: Tschabatta) perfekt gebacken ist, dann hat es eine dünne, knusprige Kruste und eine weiche, grobporige Brotkrume. Und jetzt kommt’s: Das italienische Weißbrot kannst du auch ganz einfach zu Hause selber herstellen!

Fluffiges Ciabatta wie in Italien braucht Zeit

Um richtig gutes Ciabatta zu machen, brauchst du keine große Backerfahrung und auch nur wenige Zutaten. Was du aber einplanen solltest, das ist Zeit! Denn mal eben ein fluffiges Ciabatta auf die Schnelle zu machen wird nicht funktionieren. Wenn du also frisches Ciabatta haben möchtest, dann rührst du einfach am Tag vorher den Teig zusammen. Das geht ganz schnell. Anschließend lässt du ihn über Nacht in einer mit Olivenöl ausgepinselten Schüssel abgedeckt im Kühlschrank gehen.

Ciabatta

Wenn du am nächsten Tag den Teig aus der Schüssel holst, ist er sehr feucht und hat Blasen geworden. Damit wir diese Luft nicht wieder rausdrücken, wird er nur noch gefaltet. Auf keinen Fall darfst du jetzt Mehl unterkneten, sonst würde die Luft entweichen!

Vor der Weiterverarbeitung gibst du am besten etwas Olivenöl auf die Finger, dann bleibt der Teig nicht daran kleben.

Der Ciabatta-Teig wird gefaltet

Damit sich große Poren im Teig entwickeln können ziehst du ihn auf der bemehlten Arbeitsfläche vorsichtig in die Länge und legst jeweils ein Drittel über den restlichen Teig. Diesen Vorgang wiederholst du ein paar Mal und schon nach ein paar Durchgängen wirst du feststellen, dass er sehr elastisch wird und nicht mehr so stark klebt. Durch das Dehnen und Falten baust du schonend ein Klebergerüst auf, das dem Teig mehr Struktur verleiht.

Ciabatta

Am Ende drückst du den Teig vorsichtig zu einem flachen Rechteck und schlägst eine Längsseite über die andere. Dann legst du ihn auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist. Den geformten Teig bestäubst du jetzt großzügig mit Mehl und lässt ihn 30 Minuten ruhen, bevor er in den vorgeheizten Ofen kommt. Nicht wundern, der Teig wird sehr flach aussehen und nicht so, als ob das Brot jemals gut wird. Aber ich verspreche dir, der Teig wird aufgehen!

Ciabatta

Gebacken wird das Ciabatta ca. 20 Minuten bei 250 Grad (Ober-/Unterhitze) auf mittlerem Einschub. Wenn es eine goldgelbe Kruste hat und beim Daraufklopfen hohl klingt, ist es fertig.

Ciabatta schmeckt frisch am allerbesten. Du kannst es aber auch sehr gut einfrieren und bei Bedarf wieder aufbacken. Eingefroren ist dein Ciabatta mindestens 3 Monate haltbar.

Ciabatta

Das italienische Weißbrot ist eine super Beilage zu gegrilltem Fleisch oder Fisch, schmeckt toll zum Salat oder zur Suppe und auch pur oder mit etwas gutem Olivenöl beträufelt ist es ein Genuss. In Scheiben geschnitten und kurz geröstet ist es die perfekte Unterlage für köstliches Bruschetta.

Rezept für ein fluffiges Ciabatta wie in Italien

Ciabatta

Fluffiges Ciabatta – wie in Italien!

4.8 von 10 Bewertungen
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Vorbereitung10 Minuten
Zubereitung15 Minuten
Gehzeit12 Stunden
Arbeitszeit12 Stunden 25 Minuten
Portionen: 1 Brot

Zutaten

  • 220 g Weizenmehl Typ 405
  • 1/2 Würfel frische Hefe ca. 20 g
  • 1 Teel. Salz
  • 150 ml kaltes Wasser
  • 1 Essl. Olivenöl für die Schüssel

Anleitung

  • Hefe in das kalte Wasser bröckeln und verrühren.
  • Mehl und Salz mischen. Hefewasser mit dem Mixer gut unterkneten. Es entsteht ein relativ weicher Teig.
  • Eine Schüssel mit Olivenöl einölen. Teig einfüllen, mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.
  • Am nächsten Tag den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und ab jetzt mit eingeölten Fingern arbeiten, weil der Teig sehr klebt.
  • Den Teig flach zu einem Rechteck drücken und die Seiten jeweils nach innen einschlagen. Diesen Vorgang wiederholst du ca. 3-mal, dadurch wird der Teig elastisch. Die Arbeitsfläche wird bemehlt, ansonsten bitte kein zusätzliches Mehl verwenden.
  • Das letzte Rechteck von der Längsseite her halb überschlagen und den länglichen Laib auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech heben. Das Ciabatta großzügig mit Mehl bestäuben und 30 Minuten gehen lassen.
  • Backofen auf 250 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Das Ciabatta auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten goldgelb backen. Wenn es beim Klopfen hohl klingt, ist es fertig.

Notizen

Ciabatta kann man sehr gut einfrieren und bei Bedarf im Ofen kurz aufbacken.
Hat dir das Rezept gefallen?
Dann schreibe mir doch gerne einen Kommentar.
Ich freue mich sehr über Feedback und eine Rezept-Bewertung
(5 Sterne bedeuten „sehr gut“) 🙂

12 Comments on Fluffiges Ciabatta – wie in Italien!

  1. Ein tolles Rezept. Ich habe aus Versehen den ersten Ruhevorgang über Nacht überlesen und habe es dann nur 30 min gehen lassen. Hat trotzdem sehr lecker geschmeckt. Deshalb am nächsten gleich nochmal mit doppelter Menge mit Oliven und Rosmarin und diesmal min 7 Stunden gehen lassen. Ein Traum. Vielen Dank:-)

    • Das freut mich sehr, vielen Dank für die Rückmeldung!😍 Oliven und Rosmarin im Ciabatta schmecken bestimmt klasse, ich mag die Kombination auch sehr!
      Liebe Grüße, Maria

  2. Guten Abend.
    Ich habe das Rezept nun einmal ausprobiert und war wirklich kritisch…mein Mann sagt immer, das das giabatta vom Bäcker einfach am besten schmeckt und ich mir die Arbeit nicht machen soll 😅 nun kann ich nichts anderes sagen, als das wir alle mehr als begeistert sind. Hefe nicht gehen zu lassen, war mir echt fremd, aber ich bin gerade dabei, die zwei nächsten giabatta Brote zu backen. Bei uns lohnt sich die doppelte Menge immer und notfalls feiere ich es ein. Auch nach dem aufbacken ist es ein absoluter Genuss. Wir werden bestimmt auch noch Schafskäse, Oliven oder getrocknete Tomaten hinein tun.
    Vielen lieben Dank für dieses unglaublich tolle Rezept. So schnell kaufe ich kein Giabatta mehr…

    • Herzlichen Dank für deinen Kommentar liebe Mimi, ich freue mich sehr darüber!😍 Wie klasse ist das denn, dass du sogar deinen Mann davon überzeugen konntest!👍 Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß damit und viel Erfolg mit den geplanten Variationen; das wird bestimmt sehr lecker!
      Liebe Grüße, Maria

  3. Ist super geworden!! Habe das doppelte Rezept gemacht, aber für 10 Personen zum Grillen ist es trotzdem etwas weni. Also das nächste Mal noch mehr

    • Das freut mich sehr liebe Biggi, vielen Dank für deine Rückmeldung!😍 Dass 2 Ciabatti für 10 Leute nicht gereicht haben glaube ich dir gerne, bei uns kommt auch immer ziemlich viel weg davon.
      Viel Spaß weiterhin beim Grillen und liebe Grüße! Maria

  4. Liebe Maria, ich habe dein Chiabatta
    ausprobiert und es ist super toll geworden ! Es schmeckte auch wunderbar ,danke für dein Rezept !!
    Ich backe schon seit meiner Jugend
    Brot , bin ein 1957 Jahrgang ,aber noch nie ein Chiabatta ,danke für deine Bereicherung !! Lg Inge

    • Herzlichen Dank für deinen Kommentar liebe Inge!😍 Ich freue mich sehr über deine Rückmeldung! Ich war selbst auch überrascht, wie einfach man Ciabatta selber machen kann.
      Liebe Grüße, Maria

  5. Liebe Maria!
    Dein Rezept ist toll. Zuerst war ich ein wenig skeptisch wegen der langen „Gehzeit“ im Kühlschrank.
    Mittlerweile sind daraus schon 24h geworden und es tut der Qualität des Teiges nichts. Im Gegenteil ich hab die Erfahrung gemacht, dass der Teig sich dadurch noch besser ziehen lässt.
    Ich mache es in versch. Varianten.
    Danke für das tolle Grundrezept.
    Lg

    • Wie schön liebe Sylvia, es freut mich sehr, dass dir das Ciabatta so gut gelungen ist. Ja, man kann den Teig sogar ein paar Tage im Kühlschrank lassen, das macht ihn so praktisch. Und mehrere Variationen daraus zu zaubern ist ein ganz tolle Idee!😍 Viel Spaß weiterhin.
      Liebe Grüße, Maria

    • Hallo Timo, vielen herzlichen Dank für deinen Kommentar!😍 Mit Oliven und Rosmarin habe ich es auch schon gebacken, das schmeckt ganz wunderbar! Wie jedes Brot kann man auch Ciabatta einfrieren, dazu packe ich es in einen Gefrierbeutel (Luft rausdrücken). Ich lasse es zuerst bei Zimmertemperatur auftauen, bestreiche das Brot mit kalten Wasser und gib es dann für ein paar Minuten in den heißen Ofen (ca. 150 °C). So wird die Kruste wieder schön knusprig.
      Liebe Grüße, Maria

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